Fünf Vasen braucht der Mensch
Geschrieben von Angelica am 21. Juli 2011

Schnittblumen müssen im Wasser stehen, um nicht innerhalb kürzester Zeit zu welken. Sprich: Es ist ein Gefäß nötig, in dem das lebenswichtige Nass bevorratet wird. Dieses Gefäß hat jedoch nicht nur einen praktischen Wert. Es soll die Blumen vor allem in ihrer optischen Wirkung unterstützen und ihnen genügend Raum für die Entwicklung lassen.
Gefäße für Blumen gibt es in unendlich vielen Variationen: Blumenvasen, Bodenvasen, Liegevasen, Altarvasen, Grabvasen, Glasvasen, Kugelvasen, Zylindervasen, Duovasen, Porzellanvasen, Hängevasen, Deckelvasen, Trompetenvasen, Wandvasen, Klemmvasen, Doppelvasen, Ziervasen, Kratervasen, Flaschenvasen, Hyazinthen-Vasen, Keramikvasen, Tischvasen, Herzvasen, Ringvasen, Kristallvasen, Tonvasen, Halsvasen, Quadratvasen, Mondvasen, Winterblattvasen, Gesteckvasen, Krugvasen oder Bauchvasen … um nur einige zu nennen. Ohne Zweifel sind viele von ihnen nützlich und wunderschön. Doch um die am meisten geschätzten Blumenstrauß-Varianten perfekt zur Geltung zu bringen, braucht man kein umfangreiches Formen- und Größen-Sortiment, da reichen fünf schlichte Formen völlig aus: die Kugelvase groß, die Kugelvase klein, die Zylindervase, die Einzelblumenvase und der Glashafen.
Die Runden
Die von den meisten Menschen geschätzten rund gebundenen, üppigen bunten Sträuße kommen in Kugelvasen am besten zur Wirkung. Sie lassen den floralen Werkstoffen viel Freiraum zur Entwicklung. Sich öffnende Blütenköpfe neigen sich über den Vasenrand und bieten Einsicht in ihr Innenleben. Diese Wuchsbewegung schaut halt in Kugelvasen am schönsten aus. Neben dem Klassiker aus Glas, gibt es Gefäße aus Porzellan, Steingut und Steinzeug. Dabei sollte man ruhige, klare Unifarben stark gemusterten Varianten vorziehen. Der Grund: Die Blumenarrangements brauchen keine farbliche Konkurrenz!
Die Hohen
Zunehmend beliebter werden locker gebundene höhere Sträuße. Sie passen wunderbar in eine zylindrische Vase. Die etwas majestätische Wirkung der Arrangements wird dadurch noch verstärkt. Bei den höheren Sträußen spielt das Größenverhältnis Vase / Strauß eine nicht unwichtige Rolle. Klassische Proportionen, etwa der “goldene Schnitt”, sind in der modernen Floristik jedoch kein Dogma mehr. Wo es früher eindeutig hieß: ein Drittel Vase, zwei Drittel Strauß, hat man heute wesentlich mehr Gestaltungsfreiheit.
Die Schmalen

Floristisch dekorierte Einzelblüten sind derzeit sehr gefragt. Dabei ist es nicht ausschließlich der Preis, der reizt, sich zu beschränken. Es ist auch die Optik, die besticht. Großblütige Rosen, Calla und Anthurien, aber auch eine Hortensiendolde, Ingwerblüten oder sogar Gerbera passen in die klassische Einzelblütenvase. Die schmale Öffnung ist hier wichtig. Ob das Gefäß sich am Boden bauchig öffnet oder gradlinig bleibt, ist reine Geschmackssache.
Tipp: Gefäße mit schmalen Öffnungen und bauchigem Boden lassen sich meist nur schwer von innen säubern. Hilfreich zur Beseitigung von Ablagerungen (und Bakterien) sind Kukident-Tabletten.
Die Eckigen
Es muss nicht immer ein floristisch gestylter Blumenstrauß sein, der Blicke auf sich zieht. Manchmal ist es auch ein “Arm voller Blumen” die passende stimmungsvolle Dekoration. Hier kommt dann der Glashafen, das stämmige, rechteckige Gefäß zum Einsatz. Für die jetzt so beliebten Sonnenblumen, die viel Wasser benötigen, und die allerersten Spätsommerfrüchte bietet wo ein Gefäß reichlich Platz.
Was ist der Goldene Schnitt?
Als “Goldener Schnitt” bezeichnet man das ästhetische Verhältnis zur Aufteilung einer Strecke in zwei Abschnitte. Der längere Abschnitt verhält sich dabei zum kürzeren, wie die Gesamtstrecke zum längeren Abschnitt. Das Verhältnis dabei beträgt etwa 1 : 1,618. Der goldene Schnitt gilt als besonders harmonisch. Dieses Teilungsverhältnis findet sich oft in der Natur wieder.
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Geschrieben von Angelica
Kategorien: Blumen und Pflanzen
Schlagwörter: Blumen, Dekoration, Gemütlichkeit, Vase
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