Außenhafen Hooksiel bei schönem Wetter

Mir fällt die Decke auf den Kopf! Das ist noch die harmlostete Beschreibung meines momentanen Gefühlschaos.
Eigentlich müsste es mir BLENDEND gehen! Ich habe einen tollen Ehemann, ein Wunderbaby, ein tolles Haus und viel mütterliche Unterstützung. In meinem Job läuft es. Dennoch fühle ich mich müde, traurig, unaugeglichen und fett!

Man lege hier bitte das Augenmerk auf fett, denn das ist das momentane Hauptproblem!


Wenn ich mich nach der Geburt, bis heute und vermutlich auch die nächsten Jahre, so auf Fotos sehe, denke ich immer: Wer zur Hölle ist dieses dicke Wesen? Oh Mist, verfluchte Scheiße, das bin ja ich! Sehe ich wirklich so aus? Ich fühle mich eigentlich nicht soooooo Fett. Meine Waage hat schon Selbstmord begangen und meine Hosen bestehen aus mehr Elasthan als aus Baumwolle. 99/1! 🙁

Also bin ich wohl tatsächlich noch runder als es sich für mich anfühlt.
Ich bin nach dem Betrachten von solchen Bildern immer unendlich traurig, ärgere mich über mich selbst, und dann beginnt das Hungern. Darauf folgen die unvermeidlichen Fressattacken, und es dreht sich wieder im Kreis.

Ich will so gerne wieder Paleo machen, aber alleine komme ich nicht gegen meine Familie an. Es ist zum Verzweifeln!
Es würde mir leichter fallen, wenn nicht jeder ständig Süßkram und Brot mitbringen würde. KLAR! Ich könnte nein sagen, aber hey, ich bin auch nur ein Mensch und bei Schlafmangel und Stress ist es einfach, sich kurz mit einem oder vier Brötchen und unzähligen Gummibärchen zu belohnen als mit einer Möhre oder einem Spiegelei.

Zu diesem ganzen Kopfkram kommen bei mir durch das Gewicht die Rückenschmerzen und meine Hüfte protestiert bei jedem Schritt.

Bevor ich nun Zuhause die Wände hochgehe, musste ich raus! Wir sind zum Außenhafen Hooksiel gefahren, um mal frische Luft zu tanken.

Es war mein zweiter Besuch dort. Wobei man den ersten nicht als wirklichen Besuch bezeichnen kann. Wir sind im Winter dort gewesen und nach 2 Minuten wieder zurück zum Auto gegangen, weil der Nordseewind uns erledigt hat.

Parkplätze gab es am 02.04.2017, dem Tag unsere Besuches, genug.

Mit dem Kinderwagen sind wir etwas eingeschänkt und mussten auf den befestigeten Wegen bleiben, was aber kein Problem ist, denn die sind wirklich gut ausgebaut.

Das Publikum war bunt gemischt. Hundehalter mit sowohl angeleinten als auch freilaufenden Hunden, Radfahrer und Rennradfahrer, Eltern mit kleinen und großen Kindern, Rentner mit und ohne Gehhilfen, Paare und auch Einzelpersonen aller Altersklassen.

Einige sonnten sich schon in den Strandkörben, doch die meisten liefen, so wie wir, einfach rum, um die Sonne und das Rauschen des Meeres zu genießen.

Vorbei an einer Gedenkstätte für Ertrunkene im Meer.

Vorbei an kleinen Gräsern, die dem Beton trotzen.

Vorbei an dem wohl besten Platz für einen Standkorb.

Vorbei an dem für mich gruseligsten Sardinen Standkorb Auflauf.

Vorbei an Menschen, die sich im Watt ein Loch gruben.

Vorbei an Leuten, die die Einsamkeit zu schätzen wussten.

Und da ist die Möwe Jonathan.

Frische Luft hilft dem Kopf wieder klar zu werden. Gehen wir Paleo wieder an!

Ich muss stark sein und bleiben! So geht es nicht weiter.
In diesem Sinne… habt eine tolle Woche

Anne

Ein Gedanke zu „Außenhafen Hooksiel bei schönem Wetter“

  1. Soso im Winter vor dem Nordseewind „geflüchtet“. Wer kennt das nicht, aber da muss ein Norddeutscher doch durch, oder? Dafür wird jeder Gast bei uns mit frischer Luft belohnt und die ist wirklich einmalig. Auf deinen Bildern kann man die Seebriese mit etwas Phantasie sogar schnuppern. Jetzt in der Vorsaison hat man die Plätze noch weitestgehend alleine, trotzdem sehr schön, wie man an deinen Fotos sieht. Von Cuxhafen aus ist Hooksiel über das Wasser gut zu erreichen, wird mal wieder eine Gelegenheit geben auf dem Seeweg dort zu ankern.

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