Schlafzimmer renovieren bis zum Umfallen

Wenn man mitten in der Renovierung steckt, verliert man früher oder später den Überblick über Geschafftes. Gut, wenn man sich dann zwischendurch auch mal die „alten“ Fotos ansieht, um zu sehen, dass man schon ein gutes Stück voran gekommen ist.

Manchmal ist es für mich unglaublich, was wir im ersten Jahr im neuen Haus schon alles geschafft haben.

Wir haben ein Baby bekommen, uns blauäugig auf windige Handwerker verlassen, Kontakte zu diesen unter wüsten Beleidigungen und Bedrohungen abgebrochen und immer wieder Vertrauen in uns gefunden, um anderen Handwerkern eine Chance zu geben. In dem ganzen Chaos haben wir uns als Paar nie verloren. Wir sind gewachsen und wissen, uns kann nichts so schnell aus der Ruhe bringen. Wir haben gemalert und gehämmert, gebohrt und geflucht wie die Kesselflicker, und es flossen dann und wann aus den unterschiedlichsten Gründen auch mal Tränen. Jetzt, etwas über ein Jahr später, ist es zwar noch lange nicht perfekt, aber es ist gemütlich, und wir lieben unser Haus mehr denn je.

Der Blick ins Schlafzimmer bei unserem Einzug. Zum Glück hatten wir in der oberen Etage die Möglichkeit, erst einmal vernünftig zu leben, denn eine Woche nach dem Einzug kam unser kleiner Sonnenschein auf die Welt.

Mitten in der Renovierung. Die alten Rollladenkästen mussten raus und die riesigen Löcher hat mein Göttergatte dann gedämmt und verschlossen.

Im Moment sieht es nach langen Wochen so bei uns aus.

Ich versuche, anhand des einen Fensters, die einzelnen Schritte besser zu zeigen.

So sind wir eingezogen.

Alte, zum Teil verrottete, blinde Fenster mit Heizkörpernischen, von denen man uns sagte, es seien Kältebrücken.

Also haben wir die Heizungen abmontiert und diese Kältebrücken von einem „Handwerker“ zumauern lassen. In dem Fall der Kältebrücken haben wir uns leider auf einen dieser falschen Handwerker eingelassen. Maler, die später unsere Wände gespachtelt haben, fluchten, weil die Mauer krumm und schief war. Gott sei Dank, haben wir irgendwie gemerkt, dass uns dieser selbst ernannte Handwerker übers Ohr hauen wollte, und brachen den Kontakt ab. Natürlich hat er trotzdem die volle Summe seiner Rechnung bekommen, aber er schrieb noch übelste Beschimpfungen über Whatsapp. Bei aller Liebe: So etwas möchte ich nicht noch einmal erleben!

Hier hatten wir die neuen Fenster, die dringend nötig waren, schon bestellt. Deshalb mussten die alten Rollladenkästen entfernt werden.

Mein Göttergatte hat dann diese Löcher eigenhändig gedämmt und so verschlossen, dass die Maler nur noch drüberspachteln mussten.

Und hier sind auch schon unsere neuen Fenster eingebaut. Ich liebe diese Sprossenfenster über alles. Die Sprossen liegen zwischen den Scheiben. So hat man zwar die Optik, aber es behindern keine Sprossen beim Fensterputzen. Das mag ich.

Da liegt auch schon der neue Fußboden.

Ikea ist unser Freund. Wir haben fast unsere gesamte Inneneinrichtung bei Ikea gekauft. Inzwischen sind wir so was wie Experten im Aufbauen von Ikea Möbeln.

Da steht der Kleiderschrank. Ob er für all unsere Klamotten ausreicht, wird sich im Laufe der nächsten Monate zeigen.

Auch hier beim Kleiderschrank gibt es inzwischen nicht so schöne Neuigkeiten, die ich aber in einem anderen Blog-Beitrag ausführlicher beschreiben werde.

Kommen wir zu der anderen Schlafzimmerseite. So sah es bei unserem Einzug aus. Dieser Raum war vor langer Zeit mal eine Küche.

Der Göttergatte hat auch hier die Steckdosen verlegt.

Nachdem die Maler hier alles gespachtelt haben, haben wir angefangen zu streichen. Das wollten wir gerne selbst machen. Ob es vom Maler einheitlicher und schöner geworden wäre? Mit Sicherheit! Aber so schafft man auch eine Verbindung zum Haus – weil man selbst etwas erschaffen konnte, und wenn es nur die Farbe an der Wand ist.

Ich bin eine der wenigen Frauen auf diesem Planeten, ach was, in diesem Sonnensystem, die wirklich, wirklich wenig Schminkutensilien besitzt. Dennoch bin ich mit meinen paar Dingen aus dem Bad geflogen. Mein allerliebster Göttergatte hatte die Nase voll, dass ich angeblich immer das Waschbecken mit meinem Kram blockiere. Also ehrlich, ich konnte diese kleine Kritik von ihm nie verstehen. *grins* Darum bekomme ich an dieser Wand meinen Schminktisch. Juhu.

Auch hier hat mein Liebster mit meiner Hilfe alle Schränke fleißig aufgebaut.

Wie nun genau man den riesigen Spiegel aufhängt, muss er noch in der Anleitung lesen. Aber keine Sorge, er hat es 1A hinbekommen.

Vorläufig sieht meine kleine Oase nun so aus. Ich bin noch nicht wirklich dazu gekommen, mich einzurichten. Das kommt aber noch.

Das Schlafzimmer ist noch lange nicht fertig. Wöchentlich kommen uns neue Ideen für die Deko und um den Gemütlichkeitsfaktor zu steigern. Ich halte Euch dann und wann auf dem Laufenden.

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