Kategorie: Ärger

Schnappschüsse – Frühstück bei uns

Geschrieben von Anne am 15. November 2011

Nach einer langen Nacht ohne wirklichen Schlaf schleppe ich mich am Morgen an den Frühstückstisch. Ob die Hunde es merken, dass ich heute nicht so fit bin? Kleine Biester! Nutzen jede kleinste Schwäche für sich aus.

fruehstueck bei uns

Brandy legt ihren Kopf auf mein Bein und versucht von der Seite an meinen Toast zu kommen. Man beachte ihre gierigen Augen.

fruehstueck bei uns taro

Taro schaut einfach mal unterm Tisch hervor und hofft auf einen Bissen von meinem Frühstück.

Jetzt wird es mir zu viel, und ich spreche ein Machtwort.

fruehstueck bei uns sind wir nicht brav

Brandy und Taro setzen sich nett neben den Tisch und hoffen immer noch.

Sie geben auf

Auch wenn Frauchen müde ist, gibt es nichts vom Tisch. Taro hat aufgegeben, und Brandy hat sich kurz nach dem Foto auch hingelegt.

Guten Appetit

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Blöde Woche für Taro

Geschrieben von Anne am 26. Oktober 2011

armer-taro

Diese Woche wäre Taro sicher lieber im seinem Körbchen geblieben.

Der Zahnausfall hat nämlich angefangen. Ein paar seiner Milchzähne haben wir gefunden, und die werden jetzt aufbewahrt. Es tut ihm anscheinend nicht allzu weh, aber mir blutet das Herz, wenn ich sehe, wie ihm Zähnchen einfach so ausfallen.

Als wenn das nicht genug wäre, hat sich am Sonntag auch noch eine gemeine Zecke an Taros bestem Stück festgesetzt. Obwohl er Frontline bekommt, lieben die Zecken ihn. Leider hat er sich die Zecke selber abgegnabbelt.

Die Mega Entzündung haben wir am Abend entdeckt. Keine Sorge! Nach einem Tierarztbesuch (Kopf der Zecke war nicht mehr da) und guten Medikamenten ist Dienstag bis auf eine kleine Mini-Wunde nichts mehr zu sehen.

Ich glaube, diese Woche ist für ihn gelaufen.

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Geschrieben von Anne

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Manchmal zweifel ich …

Geschrieben von Anne am 10. Oktober 2011

Anne-und-Brandy-2

… am Verstand meiner Mitmenschen.

Wenn man mit dem Hund Gassi geht, erlebt man die merkwürdigsten Geschichten. Wenn ich gut schreiben könnte, würde ich wohl Realsatiren verfassen oder gleich einen Bestseller über die Untiefen des menschlichen Verhaltens. Aber da ich nur meine Gedanken wiedergeben kann ohne Witz und ausgefeilte Schreiberling – Techniken, blogge ich meine Gedanken für alle die, die es lesen mögen.

Vor gar nicht so langer Zeit in Allermöhe

Also … da wandere ich so mit Brandy durch unseren alten Stadtteil und treffe auf eine Gruppe von vier sich plappernden unterhaltenden Frauen. Drei der Damen hatten jeweils einen” Hackenbeißer” dabei und die Vierte gleich drei am Stück.

Mit den Gedanken noch bei den schnatternden Damen und überlegend, welche Witze ich später drüber machen wollte, ging ich mit Brandy an der Gruppe vorbei. In der ersten Sekunde war ich zu erschrocken, um irgendetwas zu denken … doch dann AUTSCH – ich bin taub ! … die kleinen Hunde haben eine Geräuschkulisse in einer Tonlage angezettelt, die sechs große Hunde nicht zustande bringen könnten.

Die vier Damen fingen an zu lachen und freuten sich : “Oh Helga* ), schau mal, er fühlt sich wie ein Großer.” “Ja, Susanne*), das ist wirklich niedlich.” “Willst du deine Mami beschützen? Willst du? Willst du?” (Anmerkung von mir : AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA) Zähne blitzen, Spucke flog – sechs kleine Kampfmaschinen fixierten Brandy und rasteten aus.

Ich bin nur froh, dass Brandy in solchen Situationen “Mrs. Cool” ist. Sie schaut sich die Zwerge an … ich sehe förmlich ihre Gedanken “lächerliche kleine Köter” und geht einfach ohne mit der Wimper zu zucken vorbei.

Vorbei an den Kampfzwergen musste Brandy dann noch mal eine “Pi – Mail” lesen. Hinter uns (hatte ich zuerst nicht mitbekommen ) kam Paul, ein Mix aus allen möglichen großen Hunderassen. Paul und sein Frauchen sind zwei entzückende Wesen, die keiner Fliege was zuleide tun würden. Also wartete ich auf Paul und sein Frauchen, um auch etwas zu plappern.

Die Hackenbeißer fingen wieder an mit ihrem Gebell, den Knurr – und Zähnefletsch -Attacken. Und Paul bellte zurück. Es war nicht mal ein richtiges Bellen, es war mehr ein tiefes WUFF. Wohlgemerkt ein Wuff, nicht zwei, nicht drei, nein, nur eines. (Was wohl Alexandra Borowski (externer Link) oder Martin Rütter (externer Link) dazu sagen würden?) Doch dann – AUTSCH ich bin taub. Die vier Kleinhundebesitzerinnen fingen zu keifen an: “Ich ruf die Polizei!” “Hundehalter wie Sie sollte man bestrafen.” “Solche Personen sollten keinen Hund halten.”

An Pauls Frauchen prallte dieses Gezetere ab, ist sie doch der Gregor Gysi unter den Hundehaltern, eine wahre Rhetorik -Künstlerin. Sie brauchte nur wenige Sätze, und die Kampftanten gingen im wahrsten Sinne des Wortes mit eingezogenen Schwänzen weg.

In mir brach ein Innerlicher Jubel aus – ich hätte mich verneigt, wenn ich nicht gerade “Rücken hätte” *g*.

Also, was ich eigentlich sagen wollte: Hundebesitzer von kleinen Hunden aufgepasst! Auch ihr solltet zur Hundeschule gehen. Es ist nicht niedlich, wenn eure Hunde wie Irre fremde Hunde ankläffen, und es ist auch nicht süß, schnuckelig und herzallerliebst. Es ist genauso schrecklich wie bei großen Hunden.

P.S. Kleine Notiz am Rand: Ich liebe alle Hunde – egal ob klein, groß, dick, dünn. faltig, flaumig, gelockt, glatthaarig, schwarz, weiß, braun, rot, bunt, mit Stehohren, mit Schlappohren, mit Frisur ohne Frisur. Aber bei aller Liebe, die ich für Hunde empfinde, kann ich das Verhalten der Hundehalter zu 80 Prozent nicht ertragen.

* Namen habe ich geändert, damit Margot und Petra anonym bleiben können :) Schönen Gruß nach Allermöhe!

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Hätte ich doch …

Geschrieben von Anne am 5. Juli 2011

Brandy im Badesee

… im Sommer 2009 ein Foto von dem Badesee in meinem alten Stadtteil gemacht, dann hätte meine Wut hier mehr Gewicht gehabt. Es ist die Doppelmoral, die mich dann und wann auf die Palme bringt, ganz besonders, wenn es um Müll geht.

Müll, überall liegt Müll. Zigarettenkippen, Kaugummi, Konservendosen, Chipspackungen, Fischreste, Hühnerknochen, vergammeltes Obst und Gemüse. Ja, ein Montagmorgen an einem Hamburger Badessee gibt einem das Gefühl, man ist auf einer Müllkippe gelandet. Wenn mich der Müll schon ärgerlich macht, der Gestank mich fast umhaut, machen mich zerbrochene Glasflaschen, Spritzen und noch glühende Holzhaufen wirklich sauer!

Ich blicke mich um und sehe eine Gruppe Kindergartenkinder am Stand spielen – nur zwei bis drei Meter weiter ein Meer von Scherben. Doch niemanden scheint es zu kümmern. Zwischen diesem ganzen Dreck liegen tatsächlich Menschen und sonnen sich. Ich bin fassungslos. Bin ich die einzige, die das eklig, widerlich und ungeheuerlich findet? Bin ich inzwischen schon so hygienepingelig?

Ein Schrei unterbricht meine Gedanken. Ich blicke mich verschreckt um und sehe einen kleinen dunkelhaarigen Jungen, der wie wild brüllt. Ich spanne mich an und wollte hinrennen als ich sehe, dass die Kindergärtnerin ihn schon auf den Arm nimmt. Vom Fuss des Jungen tröpfelt Blut. Ich kann das nur erkennen, da die junge Frau, die ihn auf dem Arm hat, eine weiße Hose trägt.

Glasscherben…

Ich versinke wieder in meine Gedanken, die sich immer mehr zu einem gewaltigen Wutanfall zusammenziehen. War doch neulich das Lieblingsthema meiner Tageszeitung Hundekot. Was haben die Leute da nicht alle rumgezetert: “Keule auf Herrchens Schädel”, “dem Herrchen vor die Tür koten”, Gewehrkugel fürs Herrchen”. ich kann verstehen, dass Hundekot eklig ist. Ich bin auch dagegen, dass Menschen den Kot ihres Hundes überall herumliegen lassen. Aber als das mit dem Gen-Test dann aufkam und man in vielen Zeitungen Artikel mit Überschriften wie “Gentest gegen Hundehaufen!”, “Massen-Gentest für Berliner Hunde”, „Gentests für Hunde“ usw usw… lesen konnte, habe ich gedacht: Die Spinnen, die Deutschen!

Nun gut, zurück zu dem Badesee. Hier liegen gefühlte 100 Tonnen Müll, und keiner meckert! Warum? Ist ein Haufen Hundescheiße schlimmer als ein kleiner Junger, der sich den Fuß brutal aufschlitzt? Ist ein Haufen Hundescheiße schlimmer als eine Rattenplage durch Lebensmittelreste? Ist ein Haufen Hundescheiße schlimmer als verbrannte Büsche, verbrannter Rasen und zertrümmerte Parkbänke und Brücken?

JA, ich weiß: “Ein” Haufen vielleicht nicht, aber alle insgesamt haben wohl das Recht, genauso schlimm zu sein wie der Müll nach einem sommerlichen Wochenende am Badesee. Aber warum regt sich denn keiner RICHTIG drüber auf? Warum können irgendwelche (ich sage mal, wie es ist) Spinner und gedankenlose Mistschweine ihren Müll am See liegenlassen ohne Strafe? Ich bin dafür, Fingerabdrücke vom Müll zu nehmen und die Schweine dingfest zu machen. Zack, ab in Knast oder besser Mülltüte in die Hand und ein Jahr lang den Badesee und den dazugehörigen Park putzen.

Grummel

Anne

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Spenden? Nein, danke!

Geschrieben von Anne am 23. Juni 2011

Vor Monaten habe ich im Hamburger Abendblatt einen Artikel im Bereich Norddeutschland gefunden, der mich dazu brachte, mich selbst zu fragen, warum ich den Tierheimen nichts spende.

Warum die Menschen nicht mehr spenden, begründeten die Tierheim-Kräfte (in dem Artikel) unter anderem mit der Wirtschaftskrise und Harz-IV. Ich kann zwar schlecht für meine Mitmenschen sprechen, und ich möchte auch nicht abstreiten, dass die Menschen ihre Teuros zweimal umdrehen müssen, um zurecht zu kommen, aber das sind nicht meine persönlichen Gründe, weshalb ich nicht spende.

Ich erinnere mich nur zu gut an die Affären des Tierheims Süderstraße in Hamburg (externer Link). Was der damalige Vorstand mit unseren Spenden alles gekauft hat, ist zum Haareausraufen. Ich will nicht, dass mein hart erwirtschaftetes Geld in Immobilien für die Ferien oder in Montblanc-Füller investiert wird. Ich möchte auch nicht, dass damit jemand seine Wohnung renovieren lässt oder sich ein dickes (Dienst-)Auto kauft.

Jeden Tag in der City werde ich von meinen Mitmenschen um “einen Euro” angehauen, die “Musiker” in der S-Bahn wollen auch Geld. Die verstümmelten Bettler ebenfalls. Werbebanner mit Spendenaufrufen hängen an jeder Ecke. Nicht zu vergessen die Sammler von der Aidshilfe, dem Roten Kreuz, der Bahnhofsmission, die Ein-Herz-Für-Kinder-Aktion. Ich bin reizüberflutet. Soviel Teuros kann ich gar nicht verdienen wie die alle von mir wollen.

Ich bevorzuge direkte Hilfe – obwohl…hmmm…

Brandy ist eine Prinzessin verwöhnt, hat also Spielzeug en masse. Neulich habe ich all die Sachen zusammengesammelt, mit denen sie nicht mehr spielt und ins nächste Tierheim gebracht. Die doch reichlich gefüllte Kiste wurde mir abgenommen, und es kam ein genuscheltes “Danke” und auf Wiedersehen.

Nicht dass ich gehofft hätte, man würde mir einen roten Teppich ausrollen. Aber ich hatte irgendwie schon gedacht, man würde sich mehr freuen, zumal das ganze Spielzeug ja kein Schrott war.

Inzwischen hat sich wieder ein kleiner Spielzeughaufen angesammelt, aber der bleibt nun bei mir – für Hundebesuch oder Hunde von Freunden.

In unseren Stamm-Futterhaus steht eine Kiste, in die man Futterdosen rein legen kann. Das mache ich jedes Mal, wenn ich dort einkaufe. Das ist meine Art zu spenden, solange das bei den Tierheimen, Vereinen, Organisationen usw. usw. nicht transparenter wird. Und da ich normalerweise eine Meinung habe, die die meisten teilen, bin ich sicherlich nicht die einzige, die so denkt.

Fazit: Weil ich nicht weiß, was genau mit Spendengeldern gemacht wird, spende ich nicht!

Ja ich bin spenden-geschädigt.

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Geschrieben von Anne

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