Der NordseeblogGeschrieben von Anne am 7. Februar 2012
… und mir ist immer noch kalt!
Gestern Abend hatte ich wie jede Woche meinen Hundeführerscheinprüfungsvorbereitungskurs (externer Link) mit Brandy.
Wir sind mit den Hunden durch Marne (externer Link) gegangen. Himmel, war mir kalt, obwohl ich dick verpackt war.

Ich trug: Zwei Jacken, eine dicke Segler-Daunen-Weste, drei Pullover, zwei T-Shirts, zwei Wollstrumpfhosen, eine Jeans, 3 Paar Socken, Winterstiefel, eine Wollmütze und zwei Schals. Lach!
Natürlich nicht in der Reihenfolge.
Meine Fingerhandschuhe habe ich schnell wieder ausgezogen. Ohne Handschuhe war es merkwürdigerweise angenehmer.
Nach der Stunde, im Auto, sah ich erst, wie kalt es war! Das Thermometer zeigte GRUSELIGE -15,5 Grad Celsius!

Geschrieben von Anne
Kategorien: Ausgehen Dithmarschen Gedanken Hund
Schlagwörter: Brandy, Hundeschule, Kalt, Marne, SAU kalt, Winter
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Geschrieben von Anne am 4. Februar 2012
It’s cold enough to freeze the balls off a brass monkey.
Heute hätten wir eigentlich mit dem Taro eine Stunde bei Alexandra (externer Link) gehabt. Doch das Auto sprang nicht an. Absolute Stille. Nichts ging mehr. Die Batterie ist wohl leer, oder was weiß ich. Wir haben eigentlich “nur” -7 °C. Gut, dann fällt die Hundestunde heute eben aus. Was natürlich super schade ist, aber da wir Zweibeiner eh schon alle mit einer Erkältung zu kämpfen haben, ist es nicht wirklich tragisch.
Zwar ist es arschkalt, aber dennoch irgendwie auf eine eiskalte Weise schön draußen.

Wolkenloser, blauer Himmel

Auf der anderen Seite vom Zäunchen sind einige Fasane. Brandy und Taro beobachten gerne Fasane.

Eisblumen an unserem Gewächshaus

In Colins “Sand”-Eimer hat sich eine Eisbombe gebildet. Brandy musste erst mal kosten. War ihr aber dann zu geschmackslos.

Blick auf die Kirche

Jetzt will Taro rein, denn er hat Hunger!
Geschrieben von Anne am 10. Januar 2012

Gestern war Vollmond, und es hat den ganzen Tag immer mal wieder geregnet. Darum konnten wir nicht an den Deich fahren. Vor ein paar Tagen, als der Mond schon fast rund war, haben wir wieder eine unserer Kurztouren an die Nordsee gemacht.

Den Hunden machen unsere Touren zur Nordsee viel Spaß, und uns weht der Wind den Kopf frei.
Merkwürdigerweise (ohne dass ich jemals den Tidenkalender ansehe) treffen wir immer genau an der Nordsee ein, wenn das Wasser nicht da ist.

Nein, wir nehmen es nicht persönlich! *lach*
Geschrieben von Anne
Kategorien: Ausflug Dithmarschen Gedanken Hund
Schlagwörter: Ebbe, Flut, Kalt, Nordsee, Sonnenuntergang, Wind
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Geschrieben von Anne am 2. Januar 2012
Wikipedia sagt dazu:
“Als Kadavergehorsam bezeichnet man einen Gehorsam, bei dem der Gehorchende sich einem fremden Willen uneingeschränkt, wie ein willenloser Kadaver, unterwirft. Verwandt ist der Begriff Blinder Gehorsam, demzufolge der Gehorchende sich von einem fremden Willen wie ein Blinder von einem Sehenden führen lässt.”
Viele Hundetrainer werfen mit den merkwürdigsten Begriffen um sich. Unter anderem der Kadavergehorsam. Ich wollte nie einen Hund, der sich aufgibt und jeden meiner noch so blöden “Befehle” ausführt.
Meine Hündin Brandy (Malinois/Tervueren Mix) hört relativ gut. Nehmen wir mal die Faktoren Hase, Katze, Traktor, Fasane und Hühner aus der Geschichte raus, habe ich mit Brandy einen Hund, der auf Rückruf im Regelfall zu 90 Prozent reagiert und agiert.
Wenn ich so gegen ein Uhr nachts meine Kleine noch mal in den Hof lasse, kommt sie nach einem kleinen Pfiff und einem extrem genuschelten “Komm” (hey, es ist schon spät!) wieder zurück ins Haus.
Wenn ich mit Brandy in der Hundeschule bin, ist sie die Klassenstreberin und ein immer wieder beliebter Angeberspaß meinersteits ist es, wenn ich Brandy wie einen Soldaten Sitz und Platz machen lasse. Ich gebe ein kurzes knackiges SITZ von mir, und Brandy sitzt mit einer solchen Geschwindigkeit, dass man den Übergang vom Stand in den Sitz mit bloßem Auge kaum wahrnehmen kann. Ebenso das Kommando PLATZ. Alle sind immer schwer beinduckt, und dann bekommt Brandy extra viele Streicheleinheiten von allen.
Ich habe immer und überall rumgetönt, dass ich keinen Hund haben will, der mir blind folgt. Ich liebe es, wenn Brandy ihren eigenen Kopf hat und mich auch mal dumm dastehen lässt. Dadurch gewinnt der Hund dermaßen an Persönlichkeit, dass mein Herz vor Stolz auf sie manchmal platzen könnte.
So in etwa war eine Unterhaltung zwischen mir und einem Neufundländerbesitzer bevor ich Taro bekommen habe.
Wenn ich so gegen ein Uhr in der Nacht meine Kleine und den Dicken noch mal in den Hof lasse, kommt sie nach einem kleinen Pfiff und einem extrem genuschelten “Komm” (hey, es ist schon spät!) wieder zurück ins Haus. Doch der Dicke dreht sich nur um … und schaut mich aus seinen großen Knopfaugen an. Ich trage Shorts, ein Top, keine Schuhe und es ist um die 0 Grad. Brandy liegt inzwischen schon wieder im Bett (ja, Brandy schläft im Bett) und ich kann zu 99,9 Prozent schon voraussagen, das sie sich schöööön bequem auf meiner Seite breit gemacht hat.

Zurück zu Taro. Er schaut mich immer noch an, doch inzwischen hat er sich gemächlich hingesetzt. Nun gut: Ich gehe in meinem viel zu kurzem Outfit (bibbernd vor Kälte) zu ihm hin und zuppel ihn an, dass er mitkommen soll. Er tut es dann, und wir können nun inzwischen unendliche Zeit nach 1 Uhr wieder ins Bett.
Wenn Angelica tagsüber mit Taro draußen ist, macht er das auch. Man ruft ihn und er schaut, in dem Fall Angelica an. Sie steht dann freundlich lächelnd an der Tür und wartet: 1 Minute, 2 Minuten, 3 Minuten, 4 Minuten… Taro steht auf und schlendert mit einer Geschwindigkeit ins Haus, die einer langsamen Schnecke alle Ehre gemacht hätte. Angelica dreht sich zu mir um, grinst mich an und sagt: Siehste, er hört, es dauert nur eben alles etwas länger!
Wenn ich mit Taro in der Hundeschule bin, ist er gut, aber nicht immer dann wann er soll. Irgendwann heißt es: Lasst eure Hunde mal sitzen.
SUPER denke ich, das macht Taro Zuhause wie eine eins. Ich hebe meinen Finger und sage deutlich Sitz.
NICHTS
Taro Siiiiitzzz.
NICHTS
Leckerli über die Nase: Taaaarrrooo Siiiiiiitttttzzzz
NICHTS
Oh Mann, die Hundetrainerin schaut uns die ganze Zeit an.
Taro Siiiiiiitz (In Gedanken: bitte bitte bitte …)
Kommentar der Trainerin: Übt das noch mal Zuhause.
Sie dreht sich weg und kümmert sich um das nächste Mensch-Hund-Gespann.
In dem Moment als sie sich umdreht und ich ihr hilflos nachstrarre, setzt sich Taro mit einer unwahrscheinlichen Eleganz hin und strahlt mich an.
Menschen, die noch keinen Neufundländer kennen, können sich das nicht vorstellen. Er grinst dich stolz an und vermittelt dir das Gefühl, dass er soeben die Welt bewegt hat. Ich schwanke zwischen Weinen und Lachen und rufe zur Trainerin “Er sitzt”. Sie ruft zurück “Na, geht doch!”.
Keiner meiner Hunde hat Kadavergehorsam, aber auch wenn du denkst, dein Hund ist eigenständig, hast du noch keinen Neufundländer gesehen. Die sind lieb und süß, und sie hören auch auf Kommandos, aber eben nur wenn und wann sie wollen – manchmal mit einigen Minuten und manchmal sogar mit einem Tag Verzögerung. Man muss es lieben oder man wird Wahnsinnig. Ich entschied mich übrigens fürs Lachen und Lieben.

Geschrieben von Anne
Schlagwörter: Brandy, Kadavergehorsam, Neufundländer, Sitz, Taro
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... Angelica und Anne, leben gemeinsam mit Brandy (die schönste Hündin der Welt), Taro (dem schönsten Welpen der Welt) und sechs Wellensittichen (die lautesten Piepser der Welt) in einem kleinen Ort in Dithmarschen. In unserem Blog veröffentlichen wir alles, was uns so bewegt.
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